Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark – Filmkritik

Was war das für eine spannende Reise der Yamato und deren Besatzung. Einmal quer durchs Universum bis zur Magellanschen Wolke. Doch der Weg war nicht leicht. Tausende Raumkreuzer der imperialistischen Gamilas stellten sich ihnen in den Weg. Mit viel Strategie und jeder Menge Feuerkraft gelangten sie nach Iscandar und nahmen von Starsha das Cosmo-Umkehr-System entgegen, um die Erde wieder mit einem funktionierenden Ökosystem auszustatten. Nach dem recht wirren Zusammenschnitt jener Reise in STAR BLAZERS 2199: SPACE BATTLESHIP YAMATO – A VOYAGE TO REMEMBER, der ersten Filmauskopplung dieses Anime-Abenteuers, gibt es nun endlich eine ganz eigene und neue Geschichte im Spielfilmformat. International unter dem Titel SPACE BATTLESHIP YAMATO 2199: ODYSSEY OF THE CELESTIAL ARK bekannt, setzt die Handlung nicht etwa nach dem Staffelfinale ein, sondern auf der Rückreise der Yamato zur Erde.

Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark
© KSM Anime

Handlung

Ein guter Grund genau hier mit der Geschichte zu beginnen, ist der Verzicht auf die Wellenkanone als Versprechen gegenüber Starsha, die Wellenenergie nicht mehr auf diese Art einzusetzen. Erst jetzt kann ein mächtiger Gegner ins Spiel gebracht werden: Die Gatlanter. Man kann das kämpferische Volk als eine Mischung aus Klingonen, Piraten und Wikinger ansehen. Stets auf einen ruhmreichen Kampf fixiert und sich nie zu schade den Märtyrertod zu sterben. Sie verfügen über eine extrem starke Waffe: Die Flammenkanone.

Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark
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Durch sie ist es möglich, eine Feuerwaffe – bei Animes brennt es auch gern mal im Weltraum – abzuschießen und durch eine Art Warp-Feld auf den Gegner zurasen zu lassen. Eine extrem gefährliche Langstreckenwaffe, der schon einige Gamilas zum Opfer gefallen sind. Die Yamato begegnet den Gatlanten, angeführt von General Goran Dagamund kann nur durch ein Versteckspiel im Warp-Raum entkommen. Die Verfolgung ist schnell vergessen, denn sie treffen auf einen fremden Planeten und sogar auf die Yamato als Kriegschiff aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Neues mit dem Alten

Es gibt zwei Figuren, die sich in diesem Film von der Nebenfigur zur Hauptfigur gearbeitet haben. Die Sprachoffizierin Mikage Kiryu und der junge Pilot Sho Sawamura. Kiryu ist durch ihr Talent in extraterrestrischer Linguistik für die Mission auf dem fremden Planeten von Wert und Sho scheint sich, durch die animeüblichen Tollpatschigkeit in sie verguckt zu haben. Das Außenteam wird durch die bekannten Gesichter von Susumu Kodai und Kommunikations-Offizierin Yoshikazo Aiharaverstärkt. Technisch gibt es auch etwas Neues zu bestaunen: Das Team landet mit einem neuen Fahrzeug, der Ki-8 „Storch“. Es kann nicht nur fliegen, sondern ist auch als Amphibienfahrzeug zu nutzen. Leider verpufft der technische Auftritt, denn es wird nie wieder erwähnt und für den Ausgang der Geschichte irrelevant sein. Ebenfalls kann man sich über ein paar neue Musikthemen freuen, die um das bekannte militärische Seemanns-Thema arrangiert wurden.

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Fantasie wird Wirklichkeit

Während Vize-Kommandant Shiro Sanada die Gatlanten in Schach hält, macht der Expeditionstrupp nicht nur eine Reise auf einem fremden Planeten (der sich später als das sagenumwobene Shambleau herausstellt), sondern auch in die eigenen Erinnerungen, vorzugsweise in die von Kiryu. Deswegen entdecken sie nicht nur die Ruine der seetüchtigen Vorlage der Yamato, sondern verbringen auch Zeit in einem 20er-Jahre-Hotel namens Yamato. Dort treffen sie auf ein Gruppe Gamilas, die ebenfalls dort gestrandet sind, jedoch in ihre Fantasiewelt blicken. Durch die Situation mit den Feinden in einem Hotel gefangen zu sein, in dem es auch noch zu spuken beginnt, bringt die Kriegsfeinde zusammen.

Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark
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Reif fürs Kino

Man muss sich in der Serie auskennen, sonst hat man bei diesem Spielfilm nur Fragezeichen über dem Kopf. Aber Fans des SPACE BATTLESHIP YAMATOmacht ODYSSEY OF THE CELESTIAL ARK extrem viel Freude. Strategische, actiongeladene Weltraumschlachten, fremde Spezies, interessante neue Figuren und ein Feind, der übermächtig zu sein scheint, punkten bei jedem Animefan. Dazu gibt es reichlich nostalgische Seefahrts-Metaphern, die man bei der Serie so lieben gelernt hat. Sogar ein Kampf der Yamato mit energiesaugenden Riesen-Oktopoden bekommt man dargeboten.

Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark
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Aber auch der Gamila Major Fommt Berger passt vielleicht in seiner Art nicht ganz zu seinen Landsleuten, aber bekommt viel Platz durch seine vielschichtige Vergangenheit und verlorene Liebe. Die gesamte Story wird in einem Prolog und Epilogüber eine UN-Cosmo-Force-Marine-Einheit eingerahmt. Der Anführer ist der Vater von Kiryu, was eine schöne Idee ist, aber leider kaum Relevanz für die Handlung der Yamato hat und für eine Perspektive auf das katastrophale Leben der Erdbewohner ist es dann doch leider zu wenig.

Space Battleship Yamato 2199: Odyssey of the Celestial Ark

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